Race - FACTS !

Rennberichte - Saison 2008 :


Pannoniaring Ungarn '08          Fischereihafenrennen Bremerhaven '08


Pannoniaring / Ungarn               25.-27. April 2008

Wie schon im vergangenen Jahr, begrüßt uns Ungarn mit strahlendem Sonnenschein und Tagestemperaturen um 20° C. Ideale Bedingungen die ein genußreiches Wochenende versprechen. Nach der Ankunft am Donnerstagabend läuft die bekannte Prozedur: Box mieten, einrichten, Maschinenabnahme, essen bei Mario, Smalltalk. Freitag nach der Fahrerbesprechung wird es dann ernst, der ganze Tag ist dem Training gewidmet. Schnelle und Langsame wechseln sich dabei im halbstündigen Rythmus ab. Im ersten Training ist für mich bereits nach vier gefahrenen Runden Schluß. Zündaussetzer und anschließend ein kompletter Zündausfall lassen mich im hinteren Teil der Strecke stranden. Das bedeutet ca 15 Minuten warten bis der Besenwagen kommt und mich abholt. Zurück im Fahrerlager beginnt sofort die Ursachenforschung, ein Fehler lässt sich aber nicht finden. Also probieren und siehe da, der Motor läuft. Also gleich beim nächsten Training wieder raus. Doch leider beginnt das Spiel von vorne! Wieder nach vier Runden - Ausfall der Zündung. Also warten auf den Besenwagen, Fehler suchen, nichts finden, im nächsten Lauf wieder raus. Dieses Mal fahre ich etwas flotter. Das hat zur Folge das ich gerade einmal drei Runden schaffe. Ich biege hinter der Start-Ziel Geraden ins Gras ab und schaffe es mit stehendem Motor zurück ins Fahrerlager zu rollen. Hier stellt sich dann heraus das die als Unterbrecher eingesetzte Lichtschranke mit den Temperaturen im Motorgehäuse nicht zurechtkommt. Die Lösung: Anheben des Gehäusedeckels damit kühlende Luft eintreten kann. Im nächsten Turn stellt sich dies als erfolgreich heraus, ich kann das volle Training ohne Probleme durchfahren. Die restlichen Trainingssitzungen am Freitag und Samstagvormittag verlaufen dann problemlos. Samstagnachmittag das erste Rennen des Wochenendes: Das Training hat mir wie schon im letzten Jahr den Startplatz 7 eingebracht. Mal schauen was sich daraus machen läßt. Die Startflagge fällt und das Feld sprintet auf die erste Kurve los. Ich kann als erster einbiegen bin vorne. Doch dann beim Anbremsen der nächsten Rechtskurve unterläuft mir ein dummer Fehler, zum Runterschalten trete ich von oben auf den Schalthebel (das bedeutet bei unserem Moped ich schalte hoch). So rolle ich im großen Gang durch diese Kurve, trete wieder und wieder auf den Schalthebel. Denke schon an ein defektes Getriebe, bis mir langsam die Erinnerung kommt: Udo du Idiot! Ziehen! Zum Runterschalten am Hebel ziehen! Inzwischen sind vier Fahrer an mir vorbei, jetzt aber hurtig wenn das noch etwas werden soll. Doch auch andere ereilt der Fehlerteufel, Frank steht zwei Kurven weiter mit ausgehaktem Gaszug im Gras. Einen weiteren Platz kann ich noch in den acht Runden des Rennens aufholen und belege somit den dritten Platz. Wie schon gesagt, alles wie im letzten Jahr. Dabei hoffe ich jetzt das der Sonntag deutlich anders verläuft, im letzten Jahr war nach drei Runden mit defekter Batterie Schluß. Sonntagnachmittag das zweite Rennen: Der Start verläuft nicht ganz so gut wie am Samstag, aber ich kann immerhin als Zweiter in die erste Kurve einbiegen. Das mit dem Schalten habe ich jetzt auch besser im Griff und so dauert es eine halbe Runde bis noch eine gelbe Norton an mir vorbei fliegt. Gegen diesen Fahrer habe ich keine reelle Chance wie sich schon im ersten Rennen herausgestellt hat, so versuche ich wieder den dritten Platz bis ins Ziel zu halten. Dies gelingt mir dann auch, obwohl sich in der sechsten Runde die Zündung wieder bemerkbar macht. Heute ist es etwas wärmer und die Lichtschranke scheint wieder an der Temperaturgrenze angelangt zu sein. Ich probiere mit etwas weniger Drehzahl über die Runden zu kommen und fahre drei Sekunden vor dem Vierten über die Ziellinie. Puuuhhh - Glück gehabt! Ich denke noch zwei weitere Runden und der dritte Platz wäre dahin gewesen. Alles in allem war das ein recht erfolgreiches Wochenende. Ich bin zufrieden, nur an der Zündung müssen wir noch arbeiten.

Pannoniaring Ungarn '08          Fischereihafenrennen Bremerhaven '08



Fischereihafenrennen Bremerhaven               11.-12. Mai 2008

Bremerhaven begrüßt uns im Gegensatz zum letzten Jahr mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen oberhalb 20° C. Bei diesen Bedingungen sind alle gut gelaunt und so richten wir uns am Samstag im etwas engen Fahrerlager ein. Am Sonntag sind dann ein freies und zwei Zeittrainings angesagt. Im freien Training läuft alles bestens, die Zündung macht durch den Einsatz eines neuen Gehäusedeckels mit Zwangsbelüftung keine Zicken und so kann ich in Ruhe die Strecke und Konkurrenten studieren. Bei der Konkurrenz sind die Leistungsunterschiede im Vergleich zu anderen Veranstaltungen doch enorm und so beschließe ich das erste Zeittraining zügig von möglichst weit vorne anzugehen. Das gelingt auch recht gut, ich komme unter den ersten Fahrern auf die Strecke und biege als Erster in die erste gezeitete Runde ein. Nun mal los, freie Bahn, kein Konkurrent kann mir die Runde versauen. Doch schon in der dritten Kurve, eine 90° Links, verbremse ich mich nach allen Regeln der Kunst. Das Hinterrad steigt, Bremse lösen und das Rad hat wieder Bodenkontakt. Ich merke ich schaffe es nicht mehr rechtzeitig einzulenken, also weiter bremsen und nach einer Lücke in den Strohballen suchen. Dann steigt das Hinterrad blitzschnell, ich steige über den Lenker ab und finde mich im Gras der Auslaufzone wieder. Schmerzen in der linken Schulter lassen mich zu dem Schluß kommen: gebrochenes Schlüsselbein links. Sofort sind die Streckenposten und Sanitäter zur Stelle und kümmern sich um Mann und Maschine. Helm, Handschuhe und Kombioberteil landen im Gras, ich besinne mich erstmal auf das Geschehene. Die Diagnose ist einfach und gnadenlos: Zu schnell gewesen, Fahrfehler, übermotiviert. Manchmal ist langsamer eben doch schneller. Nachdem der Trainingslauf beendet ist werde ich ins Sanitätszelt gebracht und vom Rennarzt untersucht, auch hier die Diagnose Schlüsselbeinbruch. Im Krankenhaus stellt sich dann nach dem Röntgen heraus, daß das Schlüsselbein mehrfach gebrochen ist und mit Platte und Schrauben fixiert werden muß. Da während der Pfingsttage nur Not-OP stattfinden werde ich ambulant versorgt und kann mit Schmerzmitteln ausgerüstet die Heimfahrt antreten. Damit ist das Wochenende, und leider nicht nur dieses, für mich gelaufen. Nach der OP sind jetzt 6 Wochen Ruhe angesagt, meine Lieblingsveranstaltung in Schleiz werde ich bestenfalls als Zuschauer erleben. Momentan hoffe ich bis zur Veranstaltung in Spa wieder fit zu sein. Hier steht lediglich ein Training für Klassiker auf dem Programm, ich werde hoffentlich die Gelegenheit nutzen können erste Fahrten absolvieren zu können um dann das 4H Rennen in Oschersleben aktiv fahren zu können.


Hier ein paar Rennberichte zum Verlauf der Saison 2007 :


Schleiz Classic 2007          Fischereihafenrennen Bremerhaven          Pannoniaring Ungarn          MO TWINS ONLY - Oschersleben         Grab the Flag Rijeka


Schleiz Classic 2007               22.-24. Juni 2007

Das Schleizer Dreieck, die älteste Naturrennstrecke Deutschlands ist der Austragungsort zweier Veranstaltungen an diesem Wochenende. Am Freitag hat die Zeitschrift MO zu Classic Twins Only geladen und am Samstag und Sonntag stehen die Grab the Flag Läufe auf dem Programm. Mittlerweile ist die Veranstaltung in Schleiz zu meiner Lieblingsveranstaltung geworden. Die phantastische Strecke, eine prima Organisation und die Herzlichkeit von Veranstaltern und Anwohnern lassen dieses Event zu einem Highlight der Saison werden.

Die Anreise am Donnerstag gestaltet sich mal wieder reichlich feucht, bis Halle begleitet uns ein kräftiger Landregen. Bei der Ankunft in Schleiz ist es dann aber trocken und so können wir unser Zelt bei trockenem Wetter aufstellen. Danach folgt dann erst einmal der obligatorische Fahrerlagerrundgang um zu schauen wer schon vor Ort ist.

Am Freitag findet der Lauf zu Classic Twins Only statt, hierzu gibt es zwei Trainings und dann den "Rennlauf". Anders als sonst üblich geht es hier nicht darum als erster ins Ziel zu kommen, sondern darum *eine* möglichst schnelle Runde zu fahren und darüber hinaus das Ziel zu erreichen. Die alte englische Tradition der Cafe Racer steht hier als Vorbild. Bei der Ankunft im Ziel stellt sich heraus das es für einen zweiten Platz hinter Sepp Koch auf einer Yamaha TR 1 gereicht hat, dritter wird Daniel Vogl auf einer modernen Triumph Thruxton 900. So darf das Wochenende weitergehen!

Am Samstag folgt dann das Training zu den Grab the Flag Rennen, dabei sind vier Trainingsläufe zu absolvieren. Am Vorstart zum ersten Lauf treten Verzögerungen auf, da ein Teilnehmer Öl auf der Strecke verloren hat. Als nach der Hälfte der Trainingszeit eine kräftige Regenfront heranzieht beschließe ich, nicht zu starten, da ich ja schon am Vortag gefahren bin und keine Regenkombi über dem Leder trage, außerdem sind ja auch nur noch 10 Minuten des Trainings übrig. Dies sollte sich im Nachhinein als Fehler herausstellen. Der Veranstalter ließ die volle Zeit fahren und die Regenfront erwischte die Strecke doch nicht so heftig wie gedacht. Die folgenden drei Trainingssitzungen fanden dann im strömenden Regen statt, eine gute Möglichkeit die Grenzen bei schlechtem Wetter auszuloten. Am Abend stellte sich dann heraus das lediglich der 12. Startplatz errreicht wurde.

Das Rennen am Sonntag fand bei idealem Wetter unter sonnigem Himmel statt. Jetzt galt es den schlechten Startplatz durch schnelle Reaktion auszugleichen und das satte Drehmoment des Motors auf die Straße zu bekommen. Start frei, ab geht die Post! In der ersten Kurve finde ich mich an dritter Stelle liegend wieder, auf der Anfahrt zum Buchhübel kann ich auch den Zweiten noch kassieren. Jetzt werden die Ohren angelegt, der Führende ist schon ca. 200m entwischt. Dann in der zweiten Runde bei vollem Tempo, im Streckenteil der Seng, Motoraussetzer. Nach der folgenden Schikane ein Blick nach unten, der linke Vergaser ist vom Ansaugstutzen gerutscht und baumelt am Gaszug. Auf der Anfahrt zur Schikane vor der Start und Ziel Geraden gelingt es mir den Vergaser wieder zu befestigen , es kann also weitergehen. Mit dem Kopf noch halb beim Vergaser, gelingt es Fritz Tschumi mit der Triumph Trident nach dem Buchhübel an mir vorbei zu ziehen. Das rüttelt mich wach und in der Anfahrt zur Kohlbachschikane gelingt es mir ihn auszubremsen, so bin ich wieder in der zweiten Position und kann diese auch bis ins Ziel halten. Das ist dann gerade noch einmal gut gegangen!


Schleiz Classic 2007          Fischereihafenrennen Bremerhaven          Pannoniaring Ungarn          MO TWINS ONLY - Oschersleben         Grab the Flag Rijeka



Fischereihafenrennen Bremerhaven               27.-28. Mai 2007

Das Fischereihafenrennen in Bremerhaven ist für mich eine ganz besondere Veranstaltung, in diesem Jahr wurde sie zum 50. Male ausgetragen. Ich selber war im Jahr 1968 als Fünfjähriger zum ersten Mal als Zuschauer mit meinem Vater dort und habe mich wohl so mit dem Rennsportvirus infiziert. Ich denke seit dem habe ich nicht eine Veranstaltung dort verpaßt. Die "Heringsglitsche", wie die Veranstaltung hier im Norden genannt wird, bietet ein ganz und gar einzigartiges Flair, geht es doch auf öffentlichen Straßen zwischen den Fischauktionshallen hindurch. Nirgendwo sonst ist der Kontakt zwischen Teilnehmern und Zuschauer so eng wie hier, lediglich ein paar Strohballen trennen beide voneinander.

Bei der dieses Mal recht kurzen Anreise am Pfingstsamstag (lediglich 60 km) regnete es in Strömen und so zeigte das Stimmungsbarometer genauso auf Tief wie das des Wetters. Nach kurzem Suchen hatten wir einen Platz neben dem Promotion Truck von Triumph Deutschland gefunden, frei nach dem Motto Klassik trifft Moderne. Der Aufbau erfolgte im Trockenen und die Stimmung besserte sich.

Am Abend war dann das freie Training angesetzt, zwei Runden hinter dem Pacecar und danach 15 Minuten fahren ohne Zeitnahme um die Strecke kennenzulernen. Ich hatte mich ganz hinten eingeordnet und mich zurückfallen lassen um dem Trubel aus dem Wege zu gehen und eine freie Strecke vorzufinden. Leider ist die Rechnung nicht aufgegangen, denn schon nach einer halben Runde lief ich auf die Langsameren auf.

Im Zeittraining am Sonntag gab es dann eine andere Taktik: Möglichst als Erster raus, um so ein paar freie Runden für eine gute Zeit zu haben. Dies sollte sich als erfolgreich herausstellen, der zweite Startplatz war der Lohn!

Pfingstmontag, der Tag der Rennen! Zwei Mal, so war vom Veranstalter geplant, sollte jede Klasse an den Start gehen und somit begann das Programm entsprechend früh am Morgen. Um 9:30 Uhr hatte ich zum ersten Rennen der Klasse Sound of Classic in der Startaufstellung zu erscheinen. Umgeben von Ducatis, Guzzis, BMWs und diversen Japanern fand ich mich in der ersten Startreihe wieder. Konzentration! Der Start! An zweiter Stelle hinter der Guzzi von R. Wobker biege ich in die erste Kurve ein und . . . kann dranbleiben! Jetzt nur nicht übermütig werden und Abstand vom übrigen Feld gewinnen. Doch dann am Ende der ersten Runde wieder Zündaussetzer. "Das kann doch nicht schon wieder die Batterie sein, schließlich ist jetzt neueste Technik an Bord". Für die Ausfahrt in die Box ist es zu spät, also noch ne Runde fahren. Untenrum läuft der Motor, nur über 3500 1/Min. stellen sich Aussetzer ein und über 4000 Umdrehung komme ich gar nicht. Ich beschließe durchzufahren und sehe es als Training. Nach drei Runden bin ich auf dem siebten Platz und kann diesen halten. In der letzten Runde gelingt es mir noch einen Platz zu gewinnen und auch dem Fünften noch dicht auf die Pelle zu rücken. Die letzte Kurve vor dem Ziel, ich will Ihn innen überholen, doch der Kollege riecht den Braten und ändet seine Linie. So muß ich heftig bremsen, komme schlecht aus der Kurve und verliere auch noch den sechsten Platz. Ergebnis: 7. Platz von 28 Startern, unter diesen Umständen bin ich damit zufrieden.

In der Zeit bis zum zweiten Rennen wird fieberhaft nach dem Fehler gesucht und ein gebrochener Kabelschuh auf der Zündspule als Fehler ausfindig gemacht, der Teufel steckt im Detail!

Leider wird die Veranstaltung dann am Nachmittag von der Rennleitung abgebrochen. Öl auf der Strecke und immer wieder Regen lassen es zu gefährlich erscheinen die Rennen fortzusetzen. Damit gibt es auch keine Gelegenheit zu zeigen wie das Motorrad fehlerfrei läuft.

Wir packen unsere Siebensachen und sind froh nur einen so kurzen Anfahrtsweg zu haben, für eine Stunde Fahren vielleicht 800 oder mehr Kilometer anzureisen ist nicht wirklich lustig.


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Pannoniaring / Ungarn               13.-15. April** 2007

Am Wochenende nach Ostern fand der erste Lauf zur Grab the Flag Serie auf dem Pannoniaring in Ungarn statt. Dies bedeutete eine Anreise von ca 1300 Kilometern, die in aller Ruhe in drei Tagen mit jeder Menge Zwischenstops heruntergespult wurde.

Bei der Ankunft am Donnerstagnachmittag herrschte, wie dann auch an den folgenden Tagen, super Wetter. Blauer Himmel mit Temperaturen um 25 Grad, ideale Bedingungen um ein paar flotte Runden zu absolvieren. Ruckzuck war mit ein paar Kollegen eine Box organisiert und eingerichtet, dann folgte der gemütliche Teil des Abends mit Roß-Wein und Pizza. Am Freitag stand den ganzen Tag Training auf dem Programm, abwechselnd eine schnelle und eine langsame Gruppe. So kamen reichlich Trainingskilometer zusammen die, da ich zum ersten Mal hier antrat, auch dringend nötig waren. Die Strecke hat einige Punkte an denen das "gewußt wie" deutliche Vorteile bringt. Nach anfänglichen Problemen mit der neuen Verkleidung (da scheppert doch was), lief der Tag dann prima und so stand am Ende ein siebter Startplatz zu Buche.

Am Samstagnachmittag fand dann der erste Lauf statt. Nach dem Start bog ich als Führender in die erste Kurve ein und konnte die Führung eine halbe Runde verteidigen , dann mußte ich mich Robert Tobler und seiner Laverda SF 750 geschlagen geben. Kurze Zeit später ging auch noch Fritz Tschumi mit seiner Triumph Trident an mir vorbei. Der dritte Platz konnte unangefochten bis ins Ziel verteidigt werden, die ersten 12 Punkte waren in der Tasche.

Am Sonntag stand der zweite Lauf auf dem Programm. Nach dem Ergebnis vom Vortag war die Laune entsprechend gut und die Hoffnungen auf eine Wiederholung groß. Wiederum startete ich vom siebten Platz und konnte als Erster in die erste Kurve einbiegen. "Jetzt bloß nicht nervös werden, konzentriert fahren und keine Fehler machen". Ich biege nach der ersten Runde in Führung liegend auf die Start-Ziel-Gerade ein, mache mich klitzeklein auf dem Moped und erwarte den Angriff der Konkurrenten auf der Geraden. Doch der bleibt aus und so bin ich auch nach Ende der zweiten Runde noch in Führung. Doch dann erwischt mich der Fehlerteufel, Zündaussetzer, stotternder Motor, also am Ende der Runde in die Boxengasse und schauen was los ist. Damit ist der Sieg verloren, die Punkte futsch.

Eine defekte Batterie sollte sich als Ursache herausstellen, da muß dringend eine Lösung her!

So traten wir die Heimreise mit nur 12 statt der wohl möglich gewesenen 27 Punkte an. Schade drum aber was soll's , das Potential ist scheinbar vorhanden. Nach dem Rennen ist vor dem Rennen!

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MO TWINS ONLY - Oscherslebenn               18. - 19.07.2007

Wie auch in den vergangenen Jahren waren wir wieder gutgelaunt und bei bestem Wetter in die Magdeburger Börde aufgebrochen, standen uns doch zwei Tage Training im Rahmen einer prima organisierten Veranstaltung und mit sicher wieder vielen netten Leuten bevor. Nach der Anreise am Dienstag Abend beginnt wie immer das übliche Spiel: Anmelden beim Veranstalter, Box mieten und anschließend häuslich einrichten. Neben zwei Kollegen aus der Firma waren noch zwei Jungs aus der "Grab the Flag" Szene mit in der Box.Danach Startnummern am Motorrad platzieren, dann kann man auch schon mal einen Blick nach rechts und links werfen um zu schauen wer noch vor Ort ist. Am nächsten Morgen stand als erstes eine kurze Fahrerbesprechung auf dem Plan, dann ging es auch schon los. Eingeteilt in vier Gruppen je nach Leistungsstärke von Fahrer und Maschine begann das Training bei idealen Wetterbedingungen. So zogen wir Runde für Runde unsere Bahn immer darauf bedacht unser Fahrkönnen zu verbessern oder die Maschine besser abzustimmen. Am Nachmittag dann kam das vorzeitige Aus: In der Eingangskurve zur Start- und Zielgeraden geht mir unvermittelt das Hinterrad weg und ich finde mich auf dem Bauch rutschend im Kiesbett wieder. Ergebnis der Aktion: Eine verdrehte Gabel, Fußraste gebrochen und Auspufftüte demoliert. Alles in Allem ist das noch einmal glimpflich abgegangen. Die Ursache des Sturzes wird sich in fünf Wochen in Rijeka klären. Der Rest der Veranstaltung wurde dann auf einer Yamaha XS400 absolviert. Thomas hatte ein zweites Motorrad dabei, eigentlich für seinen Sohn zum Trainieren aus Ersatzteilen aufgebaut, habe ich die Ehre die ersten Kilometer fahren zu dürfen. Die Maschine funktioniert auf Anhieb prima und mir hat es eine Menge Spaß gemacht damit zu fahren. An dieser Stelle noch einmal: Vielen Dank Thomas und deinem Sohn allseits gute und unfallfreie Fahrt mit dem Motorrad.

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Grab the Flag - Rijeka               17. - 19.09.2007

Nachdem die sturzbedingten Reparaturen von Oschersleben beseitigt waren, standen im September die letzten beiden Läufe zur Grab the Flag Serie auf dem Programm. Da ich in der Gesamtwertung trotz einer Nullnummer in Ungarn gar nicht so schlecht dabei bin, wird die Anreise entsprechend motiviert angetreten. Doch wie sagt man so schön: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Doch immer schön der Reihe nach. Da wir die Veranstaltung mit zwei Wochen Urlaub verbunden haben erfolgt die Anreise gemütlich durch die Alpen, über Trieste und Rijeka fahren wir erst einmal für ein paar Tage in den Nationalpark der Plitvicer Seen. Danach gehts zur Rennstrecke bei Grobnik. Strahlend blauer Himmel und Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad während des gesamten Wochenendes schaffen wieder einmal ideale Bedingungen. Der Freitag ist wie üblich wieder den Trainingsläufen gewidmet, in zwei Leistungsgruppen geteilt kann sich das Fahrerfeld auf die Strecke "einschiessen". Da es in der Nacht recht kühl war entschließe ich mich für den ersten Start die Startmaschine von Sepp Koch zu nutzen, doch kaum läuft der Motor schreit Andrea: " Udo da kommt Öl aus dem Motor!" Ein Blick nach unten und es ist klar: Das erste Training findet ohne mich statt! Der Öldruckschalter ist defekt, zwischen elektrischem Anschlußfähnchen und Gehäuse tritt mit jedem Kolbenhub der Pumpe Öl aus. Also wird der Schalter ausgebaut und statt dessen ein Dichtstopfen eingesetzt. Jetzt wird mir klar warum ich in Oschersleben auf der Nase gelegen habe, das Öl ist am Rahmen entlang gelaufen und dann auf den Hinterreifen getropft. Ich Dussel hatte die Ölspuren am Motorrad auf die Kurbelgehäuseentlüftung geschoben. Die restlichen Trainingssitzungen nutze ich dann um mich mit der, für mich noch neuen, Strecke vertraut zu machen. Eine halbe Stunde fahren, dann Pause für 30 Minuten. So geht es bis zum frühen Abend. Im vorletzten Training dann meine ich etwas am Motorlauf bemerkt zu haben. Klappert da nicht etwas? Ab in die Boxengasse und dort in Ruhe nachschauen. Aber es ist nichts festzustellen und die Kollegen unken schon was mit mir denn wohl los sei. Dann das letzte Training des Tages, 4 oder 5 Runden ist alles normal, doch dann auf der Start-Ziel-Geraden erwischt es mich. Ich kann nicht einmal sagen was ich vernommen habe, aber ein schneller Griff zur Kupplung, Gott sei dank fahre ich immer noch mit dem "vorsichtigen Finger" aus Zweitaktzeiten, und dann steht der Motor. Ich rolle aus und verabschiede mich in Richtung Box. Dort stellt sich heraus das die Kurbelwelle gebrochen ist - das war's dann wohl für dieses Jahr.



Zum Trost hatte ich dann noch die Gelegenheit mit Yorks 500er Triumph und mit Clemens 850er Norton einige Runden drehen zu dürfen. Danke euch Jungs, das waren interessante Runden! Ich werde mich in 2008 bei euch revanchieren. Damit ist fahrerisch für mich das Jahr 2007 gelaufen. Am Ende steht ein 5. Platz im Gesamtklassement der "Grab the Flag" Serie zu Buche, nicht schlecht aber es hätte doch sooo viel besser laufen können. Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre!


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